FREIGEIST


Wo fängt Glück an?



Eine Frage, die mein Leben zu durchziehen scheint. Manchmal, da ist Glück schon die erste Note meines Lieblingsliedes oder das Lachen einer meiner Freundinnen. Oder nackte Füße auf nassem Rasen, das Bellen meines Hundes, oder ein paar Worte auf Papier.
Ich verteile gerne Glück. Zumindest versuehe ich es. Ich teile es in Form von Musik, Briefen oder Schokolade. Oder als Kompliment verpackt, einfach mal so, als kleiner Snack zwischendurch. Ich gebe mir Mühe und ich verlange nichts dafür, weil es mich glücklich macht, Glück zu verschenken.
Doch an anderen Tagen, wie heute zum Beispiel, da frage ich mich, wo Glück eigentlich anfängt. Da ist auf einmal eine schöne Melodie tottraurig, eine liebe Nachricht bringt mich zum Weinen und mir wird schwer ums Herz, wenn ich in den Himmel schau. Manchmal, da kann man einfach nicht glücklich über Dinge sein, die einen sonst aufheitern. Was passiert da mit uns?

Eine andere Sache, weshalb mir das Thema heute einfiel war die Frage: Kann Glück schon in einer SMS beginnen? Reichen Worte durch ein Telephon, um Gefühle zu erwecken? Und sind diese nicht trügerisch und vergänglich? Wie können solche Kleinigkeiten denn schon Wurzeln in uns schlagen, wenn sie so unpersönlich sind.
Ich habe einmal den Fehler gemacht und habe solche Samen Früchte in meinem Herzen tragen lassen. Sie haben mich vergiftet, bis ich sie wie Unkraut wieder aus mir heraus riss. Das, was mich einst so glücklich gemacht hat, war trügerisch und falsch gewesen. Ich habe Angst davor, den Fehler noch mal zu machen. Oder ist das unfair? Immerhin ist er nicht wie der andere. Aber wie kann die Ferne glücklich machen?

Entschuldigt die Philosophie in diesem Beitrag, irgendwie bin ich heute nur am sinnieren. Um Klartext zu sprechen und euch mit ein zu binden: Wo fängt für euch Glück an? Kann es auch in der Ferne liegen? Oder kommt sowas für euch nicht in Frage?
29.11.09 18:50
 


bisher 3 Kommentar(e)     TrackBack-URL


Schokobanane / Website (30.11.09 18:09)
Der größte Teil meines Glücks liegt etwa 5000km im Westen unter Schnee begraben. Und da wirds wohl auch immer bleiben, auch wenn ich nicht da bin. Weil da glücklich Erinnerungen sind. Auch wenn alle Menschen weggehen, die das Glück dort ausgemacht haben.

Eine SMS kann für mich durchaus Glück sein, aber nur ein Funke. Sowie bei Schiller - Tochter aus Elysium eben, ein Stückchen Paradies. Ein Vorgeschmack von dem, was es in der Realität sein könnte. Wenn mir jemand schreibt "Du bist wundervoll." und ich lese es, dann macht das mich durchaus glücklich. Aber nicht auf Dauer. Dafür müsste ich das Gesicht sehen, das Lächeln beobachten, vielleicht eine zarte Berührung fühlen.
Wie gesagt, ein Funke. Ein Funke Glück.

Blabla. Philosphiedingsbumsblabibum.


Eskimo / Website (30.11.09 21:37)
Dankeschoen ♥
ja. das ist meine anhaltende frage. "Desswegen?" (:

Ich denke gegen Glueck in der Ferne ist nichts zu sagen. Hauptsache es zaubert dir ein Laecheln auf die Lippen. Klar. Manchmal muss man sich mehr anstrengen aber es kann klappen. (:
Wie weit reicht denn die Ferne?


Florian (1.12.09 23:38)
Glück ist übersll.
Es kann das Glück sein einen Euro zu finden und so den Tag über glücklich zu sein, da man ihn als guten Tag ansieht.
Glück versteckt sich überall & ist mitunter sicher auch Essenz des Lebens. Aber nur glücklich sein kann auch nicht aller Glück sein. Ich denke dass wir Rückschäge brauchen. Sonst wüßten wir a) das Glück nicht zu schätzen und b) würden wir vollkommen unrealistisch leben c) wäre es wohl auch einfach langweilig.
Ja das Glück in der Ferne. Man kann nun von einer Beziehung ausgehen, wo man allein wenn man an die andere Person denkt und das nächste Treffen einen extremen Glücksmoment verspürt.
Es kann auch das Urlaubziel sein, das Glück zu haben z.B in die Karibik zu fliegen und 2 Wochen zu entspannen.
Glück bleibt also relativ. Doch zurück zum Thema.
Wir sollten das Glück was wir bekommen können nehmen. Und dazu gehört auch sicher Glück geben.
Also mein Vorschlag für die Verbesserung der Welt: Geht glücklich durchs Leben. Alle andern werden angesteckt werden.
Und lasst euch von schlechten Erfahrungen nicht niederschmettern. Sucht das neue Glück, blickt vor, nicht zurück.
Für eine glücklichere, bessere Welt.

So Nici, sehr schön deine Seite und Texte (: Aber das Kommentarfeld ist doch arg klein.

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